8. April 2026 – Unfall beim Schuppenbau
Eigentlich wollte ich mir nur die tolle Arbeit von Peter ansehen, steige auf die Leiter und denke schon während ich hoch steige, hoffentlich geht das gut -natürlich nicht!!! Leiter kippt um – ich auf Stufe vier oder so – kann mich nicht mehr halten und lande auf den rechten Fuß, bleibe gleich liegen um mich zu sammeln. Irgendwann setze ich mich auf den Hocker, dauert nicht lange, mir wird schwindelig und schlecht – muß mich wieder hinlegen -irgendwann kann ich mich wie der setzten – schreibe in die Familiengruppe, sie sollen schon mal mit dem Essen anfangen – Tobi: dauert das so lange noch?
Gleich ins Krankenhaus?
Ich rufe ihn an und erzähle von meinem tollen Einsatz. Peter räumt in der Zwischenszeit alles auf. Wir überlegen, wie ich nach oben komme – 800m zum Auto und ich kann nicht auftreten. Mir fällt der Rollstuhl bei Mutti ein – ich rufe wieder Tobi an und informiere ihn, daß Peter kommt. Die Beiden kommen dann mit dem Rollstuhl – Tobi fährt mich – sehr abenteuerlich auf einem ausgetretenen Tampelpfad. Peter fährt mich mit dem Auto nach Hause, Tobi mit meinem Rad.
Es ist ja schon spät – 18 Uhr – ins Krankenhaus lasse ich mich morgen bringen
Tag 1 – 9. April – Donnerstag
Die Nacht war Hölle, Hölle, Hölle.
8 Uhr – 112 – ich lande in der Zentrale in Eberswalde, weil wir sehr dicht an der Berliner Grenze zu Brandenburg wohnen
8:20 – Feuerwehr kommt aus Konradshöhe
8:45 – Ankunft im Humboldt-KH Rettungsstelle
9:00 – super nette Ärztin hat sich ein Bild gemacht, mir Schmerzmittel und Röntgen angeordnet
9:15 – Infusion Morphium
9:29 – Röntgen
warte auf den Bericht und die Schmerzen befinden sich im erträglichen Bereich
Bilder sehen nicht so grausam aus, wie befürchtet
In der alten Trümmerfraktur des Sprunggelenkes von 1983 ist keine Neue dazu gekommen – das gesamte Sprunggelenk sieht aber sowie so nicht gut aus – ja, das ist mir bekannt.
Jetzt noch CT der Ferse – da ist irgend etwas, was sie sich genauer ansehen wollen
11: 30 CT
12: 30 2. Infusion Morphinus
13: 00 Fersenbein ist gebrochen, sonst ist alles ok – tschakka
keine OP – es wird konservativ behandelt – puh, ein Glück
14: 30 – ich beziehe mein EZ in der Komfortstation
Tag 2 – 10. April Freitag
Die Nacht war klasse, 10 Stunden geschlafen ohne Schmerzen.
Ab 5 Uhr fing der Fuß an, zu muckern. Hatte gehofft, die Blutdruckrunde kommt früher – um 8 habe ich nach Schmerzmittel geläutet
Auf jeden Fall war Hydromorphon 4mg dabei
Bis 9 Uhr höllische Schmerzen – Hölle, Hölle, Hölle
Komfortstation – alles bestens?
9:05 eine Frau aus der Admin kam, ich solle den Vertrag unterzeichnen – zu der Zeit habe ich nur geflennt – warum ich denn weine – SCHMERZEN!!!
Ich solle erst einmal Frühstücken – ja, wie denn, wenn ich nichts bekommen habe!
Außerdem habe ich einen Termin im MVZ um 10 Uhr – es ist jetzt 9: 15! Ich solle mir keine Sorgen machen, das würden wir schon hinbekommen. Im Zweifelsfalle würde sie mich persönlich hinfahren. Oh, wow, das ist natürlich auch eine Lösung.
Ach ja, was sind eigentlich die Inklusivleistungen, wenn ich 166,-€/Nacht bezahle?
Ach, Handtücher, Bademantel, Duschzeug?
Ja. Das hätte ich dann auch gerne:
Sie kümmert sich…
Und wie geht’s denn weiter?
5 min später kam die Frau vom Sanitätshaus Seeger, um mir die Orthese anzupassen – ja, das verstehe ich, aber: das glaube ich nicht!
Der Fuß ist extrem geschwollen und ich kann ihn nicht gerade machen – sie ruft die Stationsärztin an, die sofort kommt und sich 1. 000x bei mir entschuldigt – ich wäre gerade erst in ihrem System aufgetaucht – sie wäre ja sonst heute früh um 7:00 schon zur Visite gekommen!
was passiert dann mit mir
Also, ich bleibe bis Montag hier, der Fuß soll hoch gelagert werden, ich bekomme Kühlakkus und eine Infusion gegen Schmerzen, die Orthese wird am Montag angepasst und der Physiotherapeut soll mit mir üben, die Treppen mit Achselgehilfen zu laufen – um meinen Termin im MVZ wird sie sich darum kümmern, daß Frau Radtke zu mir kommt.
Mal schauen, wann es los geht jetzt ist es 10: 20 – bisher war noch niemand hier
Ich bin im Rollstuhl nach vorne ins Restaurant, mir Frühstück holen und treffe auf einen Herren, der für’s Buffet zuständig ist – sie sind Fr. Baer? Ja – in seiner Liste werde ich als mobil geführt, er würde das mal ändern – perfekt
Hihi – ich hätte früher meckern sollen – nach dem Holen des Frühstückes kam eine super nettes Schwester
- keine Infusion, sondern eine Hydromorphon Tablette – auch gut
- Hochlagerschie hat sie gebracht
- Kühlakkus hat sie auch gebracht
- dann haben wir noch den Medikamentenplan aktualisiert:
- heute mogen fehlte Lercanidipin und Lamotrigin
- Olumiant nehmen ich gar nicht mehr
- zum MTX gehört noch Folsäure
- Hydromorphon bekomme ich morgens und abends – liegt aber nicht in der Medikamentenbox
Da es ein Opiat ist, bekomme ich es nur zur Einnahmezeit. Sollte ich zwischendurch etwas gegen Schmerzen brauchen, einfach die Hand hoch reißen.
Na also, läuft doch – 10: 50 war alles durch – 11:15 bin völlig fertig
warum war ich eigentlich nicht in ihrer Liste?
Ich weiß auch, warum das mit meiner Person ständig Probleme gab. In der Rettungsstelle war noch eine Frau Beer, die jedoch anders geschrieben wurde und da kam es wohl zu Verwechslungen.
Tag 3 – 11. April – Samstag
Die Nacht war bis 1 Uhr ganz gut. Dann fing das rechte Knie an zu schmerzen. Das wurde dann so schlimm, daß ich um einen Morphiumnachschlag gebeten habe. Bekommen habe ich Hydromorphin akut – das Zeug hat super schnell gewirkt – etwa 15 Minuten und die Welt war für mich wieder in Ordnung – Geiles Zeug
wie lange darf ich den Fuß eigentlich nicht belasten?
9:15 eine Ärztin aus der Unfallchirurgie war hier – 6 Wochen nicht belasten – na klasse, ich bin begeistert – dann ist der Amalfiküsten-Urlaub im Mai wohl gestrichen.
Aber gut, daß sie hier war – wir haben uns über mein Problem mit dem Sprunggelenk unterhalten und sie hat mir einen Chirurgen empfohlen, der sich auf Sprunggelenke spezialisiert hat. Der soll so gut sein, daß Patienten aus das ganzen Republik zu ihm nach Berlin kommen. Also, ist die Baustelle Fersenbein erledigt, werde ich bei ihm einen Termin machen
und so in der Freizeit?
Am Nachmittag war Doro hier – 4 Stunden. Sie hat mich auf die Idee einer Reha gebracht. Vielleicht über’s Rheuma. Bin jetzt völlig fertig. Eine Schwester kam gerade zum Vitalwerte messen: Ich habe Fieber 38,6 – ach menno, was kommt den noch alles
Sie hat den Arzt informiert: ich soll jetzt noch Paracetand nehmen
Das war ja ein Medi-Cocktail heute:
Lercanidipin + Ramipril
Lamotrigin
4x IBU + 2x Hydromorphin
Trombosespritze
MTX
2X Paracetamol
Gehe jetzt schlafen
Tag 4 – 12. April – Sonntag
Habe heute Nacht schon mal nach Reha-Kliniken geschaut:
eine Klinik am Alpenrand. Das könnte mir gefallen – man muss ja nach vorne schauen
Auf jeden Fall brauche ich einen größeren Koffer.
Ich könnte dort mit dem ICE anreisen – kostet 56,-€ Ich muß 10% zuzahlen
Auf jeden Fall war die Nacht wieder klasse, ich hatte kaum Schmerzen.
Jetzt geht’s ins WC
Ich habe ein Problem:
fehlender Stuhlgang!
schon 5 seit Tagen und ich habe seit dem 9 Mahlzeiten zu mir genommen. Gestern bekam ich ein Pulver zum Auflösen im Wasser => kein Erfolg.
Heute morgen gab’s einen Sirup => eine Menge Luft wurde produziert
13:15 Citrafleet-Pulver im Wasser auflösen trinken; wird für Darmspiegelungen verwendet und das sollte funzen… Wirkung tritt nach 1-2 Stunden ein – hm, da wollte Mutti kommen, na mal schauen wird schon…
13:30 erster erfolgreicher Toilettengang
Ok, der eigentliche Erfolg kam dann tatsächlich erst zwei Stunden später
Zu dem Zeitpunkt waren Mutti, Tobi, Josh und Susan da…
Egal, mir geht’s besser und nur das zählt
Josh und Susan sind relativ schnell wieder abgehauen, sie mußten ja noch nach Bonn – hab mich aber trotzdem gefreut, daß sie hier waren.
Tobi und Mutti sind bis 17 Uhr geblieben und das Abführmittel ist echt erfolgreich…
Tag 5 – 13. April – Montag
So langsam ist mein Körper ausgeruht: War gestern bis 23:30 wach – die Nacht war auch wieder gut. Die Schwellung im Fuß ist immer noch, kann ihn schon mehr bewegen, aber nicht richtig anwinkeln.
und wie geht’s dem restlichen Körper?
Mittlerweile habe ich solche Rücken- und Hüftschmerzen, daß ich nicht mehr gerade liegen oder stehen kann. Ich bin schon wieder nur am flennen und kann nicht aufhören.
Mir ist gerade alles zu viel – diese Schmerzen, zur Immobilität verdonnert sein, die Neurologin kam nicht am Freitag, meine Lebenssituation zu Hause, dieser blöde Schuppenbau -viel zu groß-, das Chaos in der Laube, dann noch so Kleinigkeiten, daß es heute und morgen kein Buffett wegen Bauarbeiten gibt und Mittwoch gestreikt wird – die Medikamente kamen erst nach dem Frühstück, was auch erst kurz vor 9 kam – die Blutdruckmedis soll ich aber mindestens 15 min vor dem Frühstück einnehmen; ich habe Kopfschmerzen, die immer gut gelaunte Putzfee ist aber äußerst laut: ich muß aus dem Zimmer, weil ich das sonst nicht ertrage: natürlich sitze ich im Rollstuhl, was auch Klasse ist, schade nur, daß dieses Zimmer nicht für Rollstühle optimiert ist – alles zu eng, Stühl stehen im Weg, an den Schrank komme ich gar nicht ran; auf dem Frühstückstablett steht „Obstsalat“: aus der Dose – hatte ich nicht bestellt, stattdessen fehlt mein bestelltes frisches Gemüse.
Jedes für sich ist eine Kleinigkeit, alles zusammen lässt meine Tränendrüse kräftig aktiv werden.
was sagt eigentlich die Ärztin?
Die Stationsärztin kam reingefegt – ah ja, ich sehe, es geht ihnen besser – ach ja?, ich sehe das anders – heute werden wir die Orthese anpassen – wie denn? Ich bekomme den Fuß immer noch nicht angewinkelt – ach, das geht schon – ich habe auch extreme Schmerzen im Rücken und Hüfte – dann wird der Physiotherapeut mit ihnen stehen üben. Ach und die Neurologie ist informiert, daß ich hier bin, ich solle dann wieder einen Termin machen, wenn ich mobiler bin – was?!!! mir ist der Termin wichtig gewesen und was heißt, wenn ich wieder, mobil bin, das geht hier noch einige Wochen. Ich bin mit, den Medis wegen der Epilepsie noch nicht richtig eingestellt – ach, das wird schon, jetzt sind sie erst einmal hier. Sie müsse jetzt zu einer Besprechung und weg war sie. Meine Tränendrüsen haben wieder zu tun…
Ich hätte schreien können.
Der Nachmittag war dann umso schöner:
Erst kam Angela überraschend, dann Mutti und dann noch Bina. Angela blieb nur kurz – was ja auch ok ist – sie hatte noch einen Termin. Ihr geht’s auch bescheiden – heftige Nachwirkungen der Bestrahlung…
Bina blieb bis 21!
Gegen 17 Uhr kam der Physiotherapeut und hat dieses Gerät gebracht, was die Lymphdrainge ersetzen soll. Nach 6 Stunden pumpen konnte ich die Zehen und dann auch den Fuß tatsächlich bewegen und die Schwellung war auch weniger
Danach war ich wieder fertig.
Tag 6 – 14. April – Dienstag
In der Nacht hab ich mir wieder eine „akut“-Portion geben lassen. Der Rücken war die Hölle!
Gestern Abend sah der Fuß nach Fuß aus – heute morgen war er wieder fett geschwollen – also, wieder an die Maschine.
Was sagt die Visite?
Heute war zur Visite wieder die Unfallchirurgin hier. Ja, so eine Schwellung würde lange dauern, aber ich hätte ja nun auch dieses tolle Gerät zur Lymphdrainage. Als ich sie darauf hinwies, daß zu einer richtigen Lymphdrainage auch die Lymphbahnen händisch aktiviert werden müssten, meinte sie nur, ich wäre hier in einem Akutkrankenhaus und nicht in einer Rehaklinik
Ah ja…ich könnte schon wieder schreien
Daraufhin dachte ich mir: kann doch nicht so schwer sein –
dann versuche ich es selber! Youtube steht hinter mir
Und was ist nun mit der Orthese?
13:00 die Dame von Seeger hat den gut abgeschwollenen Fuß in die Orthese gequetscht und angepasst. Gleich darauf kam der Physiotherapeut, mit mir laufen üben – was ein Spaß!
Also laufen heißt Micro-, nein, Nano-Schritte. Pro Schritt vielleicht 3 cm. Ich muß erst einmal versuchen, mein gesamtes Körpergewicht auf den Fuß zu bekommen. Allein das ist maximal schmerzhaft. Die Orthese drückt auf das geschwollene Fußgewölbe – der dabei entgehende Schmerz zieht dann bis in den Achillesbezeich -was für ein Spaß…
Und nach ein paar Schritten hat sich mein Kreislauf verabschiedet. Also, wieder hinsetzen und ausruhen. Dann ein zweiter Versuch, bei dem ich nur kurz stehen konnte – Abbruch
15:00 ich hänge wieder aus der Maschine – nachher werde ich
mich wieder mal hinstellen und hoffen, in die Orthese zu passen
Tag 7 – 15. April – Mittwoch
Hab heute schon wieder ein Tief – es geht einfach nicht voran
Der Fuß war extrem geschwollen heute morgen – also wieder rein in die Manschette – 2h – niemand läßt sich blicken keine Ärztin, kein Therapeut – dafür streikt heute das Servicepersonal – macht nicht’s, die letzten zwei Tage gab’s auch schon kein Buffett wegen Austausch des Kühlelementes…
Wie sieht es mit der Versorgung aus?
Für heute konnte ich auch nur aus einer kleinen, beschränkten Liste auswählen – bestellt hatte ich Körnerbrötchen bekommen habe ich Mohnbrötchen – zwei Arten von Brötchen mag ich gar nicht: Kümmel und Mohn … Ach ja, und wo ist meine bestellte Gemüsegarnitur – Ich sag nur: Roter Faden…
Zu diesem Zeitpunkt war mein Tief schon so tief – ich sag nur
Tränendrüse
Kurz nach dem Frühstück kam wieder eine Dame, was ich denn morgen essen möchte – wieso! Ist das Restaurant morgen immer noch zu?
Ja, morgen wird weiter gestreikt – es tat mir im Nachhinein echt leid, aber das war der Moment, wo ich völlig zusammengebrochen bin und nur noch geflennt habe. Ok, konzentrieren wir uns auf die Bestellung: Körnerbrötchen!
Frischkäse – wie Frischkäse gibt es morgen nicht und als Alternative gibt es Schmelzkäse? Alles klar, mein Frühstück können Sie streichen, nur einmal Obst bitte. Eigentlich habe ich auch gar keinen Hunger – wie sieht’s mit Mittag aus? Schweineragout (oh ja, Schwein, klasse – also nur noch zwei Essen zur Auswahl). Zweites Essen Kaiserschnarrn (das ist doch kein Mittagessen). Gut, dann bleibt wohl nur noch das letzte: vegetarischer Gemüseeintopf – ah ja, den hab ich heute auch schon! Meine Reaktion: heulen, heulen, heuten
Nur mal zwischendurch: hatte ich schon erwählt, daß mir
der Rücken schmerzt und zwar so richtig?
Dann ging auf einmal die Gegensprechanlage an: „Dies ist eine Katastrophenschutzübung“ quakte mich eine Stimme an – und das dann 3x!!! Was passiert heute denn noch alles?
Bisher war weder der Physiotherapeut, noch die Ärztin hier – das ist für mein Wohlbefinden nicht das beste.
Wie geht es mit dem Laufen mit der Orthese?
Ich ziehe die Orthese an, bin mir immer noch nicht sicher, ob ich das alles richtig mache – bin ich vielleicht doch zu weit vorne?
Gegen 11 Uhr kommt endlich der Therapeut – ich hab wohl alles richtig gemacht. Bevor ich versuche, zu laufen, möchte ich erst einmal nur gerade stehen – alleine das ist mega anstrengend und schmerzhaft. Es ging auch nur ein paar Sekunden. Also wieder in den Rollstuhl. Dann holte er noch etwas ähnliches, wie einen Rollator, bei dem die Unterarme aufgelegt werden. Also damit auch noch einmal versuchen. Oh ja, damit gehen Schritte besser. Er stellt es mir ins Zimmer und ich muß jetzt mal raus an die Luft. Meine Laune ist gerade besser.
Deswegen fange ich auch nicht an zu heulen, als ich das Gebäude verlasse und direkt davor eine Agestellte (!!! )raucht – ich hab sie angesprochen und erst nach ihrer Uneinsichtigkeit gefaltet! Da gings mir noch besser!
Wieder zurück auf meinem Zimmer mußte ich aus dem Schuh wieder schnell raus – nach etwa 45 min war die Schwellung wieder heftig. Also: Fuß hoch legen
Jetzt ist es 12:30 bisher war noch keine Ärztin hier
Was sagt die Visite?
Kurz vor 16 Uhr hab ich mich wieder in die Orthese gezwängt, um mich mal etwas draußen auf die Bank zu setzen und Vitamin-D tanken, denn jetzt kommt sicherlich niemand mehr.
Hihi, ich hätte mich früher auf den Weg machen wollen: natürlich kam in diesem Moment der Arzt…
Super nett, hat zugehört und Verständnis gezeigt. Ich kann zum momentanen Zeitpunkt maximal ein paar Sekunden stehen, das dann auch nicht mit der vollen Belastung und der Fuß ist anschließend stark geschwollen. Ich solle mir mal keine Gedanken machen, ich werde erst dann entlassen, wenn ich mit der Orthese laufen kann. Prima und was ist mit der Kontrolluntersuchung (Röntgen/CT) nach einer Woche? Das wäre dann heute – ich hätte schon gerne das noch hier im Haus erledigt. Das solle soll kein Problem sein.
Dann erzählte er mir, daß er schon lange Feierabend hätte. Aber während der Katastrophenübung konnte er nicht arbeiten, dann kam ein schwerer Notfall rein – also der ganz normale Wahnsinn.
Ach, schön, daß er bei mir war – mir geht’s wesentlich besser. Morgen werde ich mich mal auf den Weg zum MVZ-Neurologie machen – vielleicht kann ich dort doch noch etwag erreichen.
Tag 8 – 16. April – Donnerstag
Der Fuß ist wieder geschwollen.
7:00 ich hole mir erst einmal einen Kaffee.
Auf dem Rückweg spricht mich die Putzfee an, die Visite war bei mir. Ich also schnell zurück. Dann in Richtung Ärzte – dann haben wir die Visite auf dem Flur gemacht – auch schön.
was sagt die Oberärztin
Die Oberärztin findet die Schwellung nicht so dramatisch (ok, sie sieht sicherlich andere Füße) und ich kann nicht so lange warten, bis ich richtig mit das Orthese laufen kann!
Ja, so langsam geht mir das auch ganz schön auf den Geldbeutel.
Aber: sie hat mir noch einen Rollstuhl für zu Hause verodnet – das hilft mir schon mal weiter. Und sie wird sich um das Röntgen kümmern. Samstag werde ich entlassen.
Prima! Also jetzt wieder aus die Maschine.
und was machen die Streikenden…
9:00 Frühstück: es ist ein Körnerbrötchen dabei – juchuh
Dann noch Butter, Schmelzkäse, irgendeine helle Wurst, Erdbeer- und Pfirsichmarmelade. Wir danken mal kurz zurück – was genau habe ich davon bestellt? Ach ja, und was wollte ich? Obst!!!
…und die Medis
Kurz nach 9 Uhr habe meine Medi-Box bekommen. Ein kurzer Blick… Was ist das für eine kleine, gelbe Tablette? Sieht aus, wie Folsäure
Warum steht die auf das Liste? Man weiß es nicht. Also Folsäure raus, die gibt’s nur Sonntag undMontag.
Keine Ahnung, ob das etwas mit dieser heftigen Schwellung zu tun hat, auf dem Fußrücken hat sich nun auch noch eine Rötung/Reizung/Entzündung entwickelt. Dagegen gibt’s nun Pantenol.
Termin im MVZ
Am Nachmittag hab ich mich auf den Weg ins MVZ gemacht. Folgende Info bekam ich: wer sich in einer stationären Behandlung befindet, kann nicht parallel dazu in einer ambulanten sein – auch wenn beides in einem Haus ist – argh… – egal, war ein Versuch.
Abends war dann Bina noch hier – war schön jewesen.
Tag 9 – 17. April – Freitag
Die Nacht war eigentlich ganz ok. Ich kann nur nicht mehr auf diesem Bett liegen – die Matratze ist zu hart und das Laken zu glatt; ständige rutsche ich Richtung Fußteil. Und die Decke ist viel zu schwer. Egal…
Heute hat mein Kopf beschlossen, den Tag um 5 Uhr beginnen zu lassen. Dadurch habe ich wieder einen super Sonnenaufgang sehen können. Mein Zimmer ist Richtung Osten, dadurch kann ich immer wieder schöne Tagesaufänge sehen und der Raum wird durch die Nachmittagssonne nicht aufgeheizt.
Heute Berlin, 20 Grad, Sonne, Sonne, Sonne
7:30 die Ärztin kommt, versichert mir auch noch einmal, daß ich heute zum Röntgen „gehe“.
Der Fuß ist wieder geschwollen, also ran an die Maschine.
8:00 ich zwänge mich wieder in die Orthese und will gerade losgehen, da kommt ein Mann, um mich zum Röntgen abzuholen.
Das ging dann auch sehr schnell. Als ich dann in einem anderen Gespräch mitbekam, der Rücktransport dauere länger, weil gestreikt wird, bin ich eigenständig zurück.
Kaum bin ich zurück auf Station, war Visite – ich dachte, das was vorhin: egal!
Die Ärztin von vorhin und drei Ärzte.
Ja, die Schwellung kann auch noch ein halbes Jahr andauern – bei einem Fergenbeinbruch geht das sehr lange. Irgendwann bekomme ich dann auch einen Kompressionsstrumpf. Sie werden den Befund vom Röntgen abwarten und morgen geht’s nach Hause.











