Am Tag zuvor sind wir abends in Fès angekommen. Unser Busfahrer durfte nicht bis zum Riad fahren, da sich dieses in der Medina befand, wo motorisierte Fahrzeuge nicht hin durften.
Aufregendes Fès
Nach einem hervorragenden Frühstück im Lichthof des Riad, ging es wieder einen kurzen Fußweg zum Bus, der uns dann auf eine kleine Anhöhe brachte, von wo wir uns einen Eindruck machen konnten, wie groß die Medina von Fès ist.
Eine Diashow über den dritten Tag in Marokko zeigt noch mehr Eindrücke.
Der Link verweist auf eine öffentliche Canva-Seite, für die keine Anmeldung notwendig ist.
Gut gestärkt fahren wir zu der Anhöhe. Wir stehen vor einer unglaublich großen Fläche mit unzähligen Gräbern. Einige davon sind mit wunderschönen Grabplatten abgedeckt, auf denen tolle Mosaike im Stil von islamischer Geometrie zu sehen sind.
Gräber, so weit das Auge sehen kann. Jeder weiße Flecken ist ein Grab.
Von der Anhöhe ist das Ausmaß der Medina gut zusehen. Sie ist so groß, daß sie nicht auf’s Bild passen
Nicht nur die Straßenschilder sind häufing in drei Sprachen:
- Arabisch
- Berber / Tamazight
- Französich
Tamazight wird an Schulen in Marokko unterrichtet, seit es 2011 zur Amtssprache neben Arabisch erklärt wurde.
In Fès haben wir auch „merkwürdige“ Haustüren gesehen.
Besondere Haustüren
Diese Tür ist eine „Tür-in-der-Tür“. Eine kleine in der großen Tür. Und dann hat sie auch noch zwei Türklopfer.
Ein Türklopfer ist für Familienmitglieder. Wid hier geklopft, dann dürfen auch die Frauen der Familie die Tür öffnen.
Ein Fremder hat den anderen Klopfer zu nehmen – durch den anderen Klang wissen nun alle: dort steht ein Fremder vor der Tür – nun dürfen nur die Männer die Tür öffnen.
Auch heute noch soll es Familien geben, in denen die Frauen das Haus nie (!) verlassen dürfen. Sie dürfen natürlich auch nicht wissen, was außerhalb des Hauses statt findet. Deswegen haben die Häuser nach außen auch keine Fenster – nur nach innen zu Lichthöfen oder Gärten

















